Über uns2019-11-07T13:19:37+01:00

Über uns

Wer wir sind

Das Centre for Humanitarian Action (CHA) ist ein 2018 gegründeter Think Tank, der sich für die unabhängige Analyse, kritische Diskussion und öffentliche Vermittlung von Fragen der humanitären Hilfe und ihrer vier elementaren Prinzipien einsetzt: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Unabhängigkeit und Neutralität. Das CHA ist eine Initiative humanitärer Nichtregierungsorganisationen (NRO), um die humanitäre Hilfe aus Deutschland wie auch international zu stärken.

Weshalb brauchen wir ein CHA?

Die Zahl der Menschen in Not steigt weltweit von Jahr zu Jahr, und noch nie waren so viele Menschen auf der Flucht. Eine wirksame Hilfe, welche die Menschen in größter Not unparteiisch unterstützt, ist deshalb für Millionen Betroffene existentiell. Zugleich wird die humanitäre Hilfe heute vielfach hinterfragt, angegriffen oder bleibt sehr schlecht finanziert.

Der Umfang der humanitären Hilfe aus Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren vervielfacht und die Bundesregierung ist heute der zweitgrößte Geberstaat weltweit. Auch deutsche Hilfsorganisationen spielen heute international eine wachsende Rolle. Die deutsche humanitäre Hilfe ist deshalb von großem Einfluss. Ihre Analyse und kritische Reflexion hat jedoch nicht mit ihrer Ausweitung Schritt gehalten. Deshalb benötigen wir ein unabhängiges Zentrum, dass sich ähnlich wie in anderen Staaten dieser Aufgaben widmet.


Die drei Schwerpunkte des CHA 

Analyse und Reflexion

Das CHA widmet sich der selbstkritischen Reflexion der humanitären Arbeit der Bundesregierung, des Parlaments, deutscher Hilfsorganisationen und weiterer zivilgesellschaftlicher, akademischer und politischer Akteure in Deutschland und im deutschsprachigen Europa. Analysen und Studien nehmen internationale Debatten auf, speisen sie in den deutschen Kontext ein und befruchten die internationale Debatte mit deutschen Perspektiven. 

Debatte und policy engagement

Das CHA dient als Diskussionsforum für kontroverse und offene Debatten mit nationalen und internationalen humanitären Akteuren und Netzwerken aus Wissenschaft und Forschung. Es thematisiert dank seiner Unabhängigkeit Herausforderungen, Zielkonflikte und Grauzonen der humanitären Hilfe auf eine Weise, wie es anderen Akteuren selten möglich ist. Die Debatte dient im Sinne des policy engagement auch der Beratung von Akteuren der humanitären Hilfe.

Vermittlung

Das CHA vermittelt die Bedeutung, Anliegen und kontroversen Herausforderungen der humanitären Hilfe in der Öffentlichkeit, im politischen Diskurs und im Bildungssektor und entwickelt entsprechende Partnerschaften.

Die drei Projekte des CHA

Humanitäre Policy- und Strategiefähigkeit deutscher Akteure

Der Umfang der humanitären Hilfe aus Deutschland hat sich in den letzten Jahren vervielfacht. Die Bundesregierung und die deutschen Hilfsorganisationen spielen international eine zunehmend große Rolle. Dies weckt zugleich große, bislang bedingt erfüllte Erwartungen an deutsche Akteurinnen und Akteure, die humanitäre Hilfe auch strategisch weiter zu entwickeln und ihre Prinzipien international wirkungsvoll zu schützen.


Das Projekt hat zum Ziel, die Strategie- und Policyfähigkeit deutscher humanitärer Organisationen aus internationaler Perspektive zu untersuchen und Handlungsempfehlungen für die öffentlichen und zivilen deutschen humanitären Akteure zu entwickeln.

Humanitarian-Development-Peace Nexus in der Praxis

Seit dem World Humanitarian Summit 2016 hat der Triple Nexus eine hohe Priorität in der humanitären Reformdebatte. Erklärtes Ziel des Triple Nexus Ansatzes ist die bessere Verknüpfung von humanitärer Hilfe mit Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung.


Das Projekt trägt dazu bei, die weitgehend abstrakte Debatte durch konkrete Erfahrungen aus der lokalen Praxis zu bereichern und aus humanitärer Perspektive zu hinterfragen. Die Forschungsergebnisse zum Peace-Nexus werden in Form von Länderstudien, einer Nexus-Publikation sowie einer CHA Konferenz Anfang 2020 allen Interessierten zur Verfügung gestellt. Ergänzt wird das Projekt durch eine Triple-Nexus Evaluation für die Deutsche Welthungerhilfe.

Shrinking Humanitarian Space im Globalen Süden & in Europa

Die international viel geführte Debatte um einen Shrinking Humanitarian Space gilt als grundlegende Herausforderung für die humanitäre Hilfe und ihre Prinzipien. Thematisiert wird der Shrinking Humanitarian Space bislang jedoch überwiegend mit Blick auf die Länder des Globalen Südens.

Das Projekt hat das Ziel, anhand konkreter Praxisfelder die spezifischen Herausforderungen und Parallelitäten zunehmend eingeschränkter Räume für eine prinzipiengeleitete humanitäre Hilfe in den Ländern des Nordens und des Südens zu untersuchen. Hierzu werden im Kontext von Asyl- und Migrationspolitiken einschließlich der Seenotrettung sowie der Anti-Terrorgesetzgebung und der Lokalisierung das Thema beleuchtet und Handlungsmöglichkeiten erörtert.

Brücken schlagen

Das CHA soll weder eine rein akademische Institution sein, noch eine Interessensvertretung humanitärer Organisationen gegenüber der Bundesregierung. Vielmehr schlägt das CHA eine Brücke zwischen der akademischen Auseinandersetzung mit Themen der humanitären Hilfe und der praktischen Arbeit in Projekten und Programmen. Es schlägt eine Brücke zwischen internationalen Diskussionen und der bisweilen isolierten Debatte in Deutschland. Die Ergebnisse seiner Arbeit und die erarbeiteten Empfehlungen sind frei für alle interessierten Akteure zugänglich.

“Gerade die deutsche humanitäre Hilfe ist heute wichtiger denn je zuvor. Wir wollen sie stärken und noch besser machen.”

Ralf Südhoff | CHA-Direktor

Team

Ralf Südhoff hat als Gründungsdirektor im Januar 2019 seine Arbeit für das CHA begonnen. Er und sein Team bauen derzeit das CHA mit eigenem Personal und eigenen Räumen in Berlin auf. Mehr zum CHA-Team hier.

Finanzierung

Damit das CHA unabhängig, praxisorientiert und zivilgesellschaftlich verankert sein kann, werden wesentliche finanzielle Beiträge von humanitären Nichtregierungsorganisationen geleistet: Ärzte ohne Grenzen Deutschland e.V., der Deutsche Caritasverband e.V./Caritas international und das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. stellen die Basisfinanzierung des CHA bereit, das weiteren Partnern offen steht. Neben den Kooperationspartnern tragen das CHA Unterstützer*innen auf finanzielle und ideelle Weise. Seit Juli 2019 ist Islamic Relief Germany Unterstützer des CHA. Durch seine Finanzierung ist das CHA unabhängig von einzelnen Geldgebern und eine inhaltliche Einflussnahme nicht möglich. Das CHA ist offen für weitere Kooperationspartner*innen und Unterstützer*innen von zivilgesellschaftlichen Organisationen, wissenschaftlichen Einrichtungen und Individuen. Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf für weitere Details.  

Rechtliche Verhältnisse

Das CHA ist eine nicht rechtsfähige Einrichtung der Maecenata Stiftung, die als Rechtsträgerin fungiert. Die Maecenata Stiftung und die drei Verbände Ärzte ohne Grenzen Deutschland e.V., der Deutsche Caritasverband e.V./Caritas international und das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. entsenden je eine Vertreterin/einen Vertreter in den Programmbeirat des CHA.

Die Inhalte und Positionen auf der Website, in Veröffentlichungen oder auf unseren Medienkanälen spiegeln nicht notwendigerweise die Meinung der Träger- bzw. Unterstützerorganisationen wider.


Kontakt

Sonja Hövelmann
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Tel. +49 (0)30 2838 7911
info@chaberlin.org